„Kings“ zeigen, wer der Herr im Haus ist!

Am vergangenen Freitag kam es zum lang erwarteten Derby zwischen den Innviertel Penguins und dem EHC KIWI Voralpenkings Vöcklabruck, welche beide in der REVA-Halle in Vöcklabruck beheimatet sind.

Gleich von Anfang an kamen die Vöcklabrucker besser ins Spiel und machten bereits in den ersten Sekunden des Spiels Druck auf den Kasten von Torhüter Mills. Eine Strafe seitens der Penguins nutzte Christian Obermeier gnadenlos aus und versenkte den Puck bereits in der vierten Spielminute zum 1:0. Das Spiel wurde von Minute zu Minute ruppiger, denn die Innviertler versuchen die Kings mit körperbetonter Gangart aus dem Konzept zu bringen. Jedoch führte dies eher dazu, ihre eigene Strafbank zu füllen, denn die Kings bleiben cool und ließen sich nicht provozieren. Es benötigte fünf weitere Strafen und einen Spielausschluss bei den Penguins, bevor das Spiel in der 11. Minute wieder etwas ruhiger wurde. Bis zur 20. Minute scheint das Spiel ausgeglichen zu sein, beide Mannschaften scheiterten immer wieder an den Torhütern Mills und Draxlbauer. 22 Sekunden vor dem Ertönen der Sirene platzierte Alexander Palenik die Hartgummischeibe, nach Zuspiel von Retschitzegger, zum 2:0 im Kasten der Penguins. Wie vom Gegner befürchtet zeigte der Captain der Kings nun auch sein Können, Julius Raab gewann das Bully und zog vors Tor. Mit einem präzisen Handgelenkschuss in die kurze Ecke ließ er den Innviertler Goalie alt aussehen und erhöhte nach gerade mal 2 Sekunden nach dem 2:0 zum 3:0-Endstand des ersten Drittels.

Mit voller Motivation starteten die Kings in den zweiten Spielabschnitt. Vom ersten Gegentor durch Jakovljevic ließen sich die Voralpenkings nicht verunsichern. Ganz im Gegenteil, die Heimherren legten noch einen Zahn zu und Julius Raab stellte den Drei-Tore-Vorsprung prompt wieder her. Goalie Draxlbauer ließ die Gäste immer mehr verzweifeln, da er laufend mit starken Paraden glänzte. Dies führte dazu, dass die Vöcklabrucker mächtig Druck nach vorne machen konnten und so war es nur eine Frage der Zeit bis sich auch Johannes „Jonny“ Retschitzegger mit seinem ersten Tor für die Voralpenkings feiern lassen durfte. Somit gingen die Mannschaften mit dem Zwischenstand von 5:1 in die Kabinen.

Der letzte Spielabschnitt begann und die Kings hatten noch den Vorteil von 31 Sekunden PowerPlay. Gleich vom Bully weg besetzten die eigentlichen Hausherren das Drittel der Penguins und nach nur 29 Sekunden verwertet Retschitzegger das Zuspiel von Palenik zum 6:1. Erst in der 46. Minute jubelte die Gastmannschaft zum zweiten Male als Jakovljevic auf 6:2 verkürzt. In den Letzten zehn Minuten des Spiels lagen die Nerven der Innviertler scheinbar blank und so kam es, dass plötzlich mehr Penguins auf der Strafbank saßen als auf der Wechselbank und auch der Innviertler Coach, Robert Dostal, wegen Beleidigung des Schiedsrichters von der Spielerbank verwiesen wurde. Gekonnt nutzten die Kings das daraus entstandene 5-gegen-3-Überzahlspiel. Zuerst versenkte Mathias Holzinger die Scheibe mit einem präzisen Schlagschuss von der blauen Linie, danach war es Michael Keplinger der nach Zuspiel von Obermeier nicht nur die Verteidiger, sondern auch den Goalie aussteigen ließ und auf 8:2 erhöhte. Zum Abschluss des Vöcklabrucker Torfestes vervollständigte Captain Julius Raab seinen Hattrick mit dem 9. Tor der Voralpenkings. Das dritte Tor der Gäste, abermals durch Jakovljevic, glich dagegen nur mehr einem Tropfen auf dem heißen Stein. Eine halbe Minute vor dem Ende kochten die Emotionen noch einmal über und es kam, nach einem unnötigen Foul seitens der Penguins, zum Handgemenge. Gegen je einen Spieler beider Mannschaften wurde infolge eine Spieldauerstrafe ausgesprochen. Die letzten 35 Sekunden verliefen ruhig und die Voralpenkings konnten sich über einen verdienten und fulminanten 9:3-Sieg freuen.

Die Vöcklabrucker Voralpenkings sind somit auch im dritten Heimspiel ungeschlagen und behaupten den 3. Platz in der 2. OÖ LIWEST EHL vorerst für sich. Nach einer spielfreien Woche geht es für die Kings im nächsten Spiel nach Gmunden, wo sie zum zweiten Mal auf den amtierenden Meister treffen werden.