Den Grizzlies die Zähne und Krallen ziehen

So lautete die Devise, am 23.11.2018, in Vöcklabruck, in der Reva-Halle beim 2. Heimspiel in der noch jungen Saison.

Die Kings empfingen den aktuellen Tabellenführer, die Grizzlies aus Linz. Aus den vergangen Jahren war klar, dieses Duell ist meist ein ruppiges, spannendes und körperbetontes Eishockeymatch.

Dies sollte sich auch gleich von Beginn an bewahrheiten, denn nach kaum 4 Minuten war die erste Strafe für einen „Cross check“ ausgesprochen. Willi Führer musste für eine Auszeit in die Kühlbox, das erste „Penalty killing“ wurde von den Hausherren hervorragend gespielt und es blieb weiter beim 0:0.
Nach knapp 10 gespielten Minuten war es abermals Willi Führer der auffiel, diesmal aber im positiven Sinne, denn nach einem hervorragend gespielten Angriff über #16 Pamminger und #9 Hass konnte #78 Führer zum 1:0 einnetzen.
Mit 1:0 ging es auch in die erste Drittelpause, was einer aufopfernden Defensivleistung aller Akteure dieses Abends geschuldet ist. Auch Thomas Palenik der heute das 1. Mal, in dieser Saison, den Kings den Rücken stärkt, konnte sich mit einigen sehenswerten Aktionen ins Rampenlicht stellen.

Nach der Drittelpause ging es nicht weniger ruppig zur Sache, mit 24 Strafminuten, welche sich die Teams teilten, wurde kaum 5 vs. 5 gespielt. Nach etwas über 4 Minuten konnten die Gäste ausgleichen und trafen zum 1:1.
Erst knapp vor der 2. Drittelpause konnte eine sehenswerte Aktion von #66 Raab die Hausherren wieder mit einem Treffer in Front bringen. Dies blieb auch der Endstand des mittleren Spielabschnitts und so konnten die Kings mit einer 1 Toresführung den Schlussabschnitt beginnen.

Das packende Spiel ging hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten, welche von stark spielenden Goalies ein ums andere Mal vereitelt wurden, bis nach etwa 10 Minuten des letzten Abschnitts eine Strafe ausgesprochen wurde. Florentin Höller musste auf die Strafbank, dieses Powerplay nützten die Gäste und glichen zum 2:2 aus.
Es sollte nur 7 Minuten noch schlimmer für die Kings kommen, die Grizzlies gingen nach einem „Break away“ mit 2:3 in Führung.
Doch wie wir alle wissen: Mit 2:22 auf der Uhr ist im Eishockey noch einiges möglich. Rollende Angriffe auf das Tor der Gäste und neben den 5 Kontrahenten auch die Uhr im Nacken.
TOR! Nicht einmal mehr 1 Minute auf der Anzeigetafel, Neuzugang #21 Dominik Eder brachte die Kings wieder ins Spiel. 3:3 – es roch nach Überstunden in der Reva-Halle. Die Schlusssirene der regulären Spielzeit erklang beim Stand von 3:3.
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mit 4 vs. 4 in die Overtime, doch diese Extrazeit war nur 16 Sekunden alt als das erlösende 4:3 aus Sicht der Hausherren fiel.

Abschließend bleibt zu sagen: Es war ein packendes, mitreißendes Spiel und die Kings gingen als verdiente Sieger vom Eis. Die Grizzlies bleiben trotz ihrer Niederlage in OT Tabellenführer und die Kings freuen sich über den zwischenzeitlichen Tabellenrang 3.